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Der König von Thule...

...ist eigentlich ein Gedicht von J.W. von Goethe, das 1812 von Friedrich Zelter vertont wurde. Birgit hat das Lied im Gesangsunterricht kennen gelernt, Thomas hat es sehr gemocht und als Projekt vorgeschlagen. Wir haben uns an die Melodie von Zelter gehalten und versucht, die Intensität und Dichte von Strophe zu Strophe zu steigern, um einen Spannungsbogen in das Stück zu bekommen.

Mitwirkende

Rheinhören

Text zu dem Stück

Es war ein König in Thule,
Gar treu bis an das Grab,
Dem sterbend seine Buhle
Einen goldnen Becher gab.
 
Es ging ihm nichts darüber,
Er leert' ihn jeden Schmaus,
Die Augen gingen ihm über,
So oft er trank daraus.
 
Und als er kam zu sterben,
Zählt' er seine Städt' im Reich,
Gönnt' alles seinen Erben,
Den Becher nicht zugleich.
 
Er saß beim Königsmahle,
Die Ritter um ihn her,
Auf hohem Vätersaale,
Dort auf dem Schloß am Meer.
 
Dort stand der alte Zecher,
Trank letzte Lebensglut
Und warf den heil'gen Becher
Hinunter in die Flut.
 
Er sah ihn stürzen, trinken
Und sinken tief ins Meer.
Die Augen täten ihm sinken:
Trank nie einen Tropfen mehr.